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Praktische Umsetzung

Das A.R.T - Projekt ist aus der jahrelangen, konkreten Arbeit mit SchülerInnen entstanden und orientiert sich an den Interessen der Jugendlichen. Es will Vorurteile abbauen und präventiv rechtsextremen Denkmustern entgegentreten. Dabei setzt es auf das Prinzip der Erziehungsarbeit von Jugendlichen mit Jugendlichen ("Peer Teaching"). Es arbeitet in zwei Schritten nach dem Motto (W. Benz):

"Emotionen wecken und diese in Lerneffekte umsetzen"

A.R.T - Teil 1: Fremde bei uns

A.R.T-Seminar 1996SchülerInnen ab Klasse 9 (die künftigen TrainerInnen) bereiten sich darauf vor, z. B. in einer Projektwoche jeweils zu zweit in einer Doppelstunde mit Klassen der Unter- oder Mittelstufe zum Thema "Fremde bei uns" zu arbeiten. Nach ausgiebigen Recherchen stellen wir uns in Rollenspielen auf die jeweilige Zielgruppe ein und stellen Fragen: Wer ist überhaupt "Ausländer"? War ich schon einmal "Ausländer"? Was sind "Asylanten"? Wie viele "Ausländer" gibt es? Woher kommen sie und warum?

Kopiervorlagen für Karikaturen und Statistiken, sowie didaktische Anleitungen finden sich im Arbeitsbuch gegen Ausländerfeindlichkeit.

A.R.T - Teil 2: Was wollen die Neonazis?

Filmvorführung Wahrheit macht freiDie TrainerInnen bereiten sich wieder auf eine Doppelstunde vor. Wir arbeiten vor allem mit Videoausschnitten, die gezielt ausgewählt und kommentiert, in der Diskussion die Methoden rechtsextremer Verführer deutlich machen. So wollen wir einen Beitrag zur Prophylaxe gegen Rassismus und Ausländerhass leisten.

Besonders geeignet ist der Film "Wahrheit macht frei"; bei entsprechender Vorbereitung kann er auch schon in der Unterstufe eingesetzt werden.

Das A.R.T - Programm lässt sich mit Maßnahmen zur allgemeinen Gewaltprävention ebenso verbinden, wie mit neuen Ansätzen zur Demokratie- und Toleranzerziehung, die emotionales und handlungsorientiertes Lernen fördern. Wo A.R.T erfolgreich ist, kann es die Lebenswelt der Jugendlichen erweitern: Sie entwickeln eigene Formen praktischer Solidarität mit Minderheiten und geben damit vielen Erwachsenen ein Beispiel interkultureller Verständigung.

Das A.R.T-Projekt will auch einen Beitrag zum europäischen Projekt Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage (SoR-SmC) leisten. Diese Bewegung hilft seit 1995 auch in Deutschland, Grenzen des Glaubens, des Geschlechtes, der Hautfarbe, der Nationalität und der Behinderung zu überwinden. Da Schule ohne Rassismus besonders an Eigeninitiative und Kreativität der SchülerInnen appelliert, ist A.R.T sehr gut zum Einstieg geeignet. Auch in München gibt es Schulen, die am europäischen Projekt SoR-SmC mitarbeiten: SoR in München

Koordination Bayern für "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage":
Fr Dr. Kang, Pädagisches Institut München, Tel: 089-2332-6547, E-Mail: chong-sook.kang@muenchen.de.

Weitere Informationen: bsp@baysem.de

 

 
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