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JUMP!

Ein Film von und mit Jugendlichen gegen (r)echte Gewalt

Basti springt.
Er führt ein Doppelleben zwischen zerrüttetem Elternhaus und prügelnder Neo-Nazigruppe des "geliebten" Bruders einerseits und seinem Freund Tekin in der Multikulti-Basketballgruppe andererseits. Alle außer Tekin und dessen Kumpeln trampeln auf ihm rum. Auf Prügeltour mit den Neonazis kommt es zur Katastrophe: Basti springt im Suff einem "Kanaken" ins Kreuz. Das Erwachen ist schrecklich, Basti hat Tekin schwer verletzt. Die Welt ist aus den Fugen. Basti steht auf der Brücke und starrt in den Abgrund.

Springt Basti?
Der Titel JUMP ist mehrdeutig: "Basti springt - springt Basti?"
er springt: zwischen sozialen Welten - zwischen den "Neonazis" und den "Multikultis"
er springt: beim Basketball und vergisst dabei seine Probleme
er springt: seinem einzigen echten Freund ins Kreuz
springt er: von der Brücke in den Fluss?
springt er: aus seinem Mitläufertum in die Verantwortung für sein Handeln?

Die Entstehung von JUMP

JUMP! Ideen zu einem Film über Gewalt und "Anders-Sein" mit Jugendlichen gab es schon lange. Die inhaltliche Umsetzung begann auf einem A.R.T - Jugendseminar zur Drehbucherstellung. Dort entstanden Handlungsentwürfe, aus denen eine Autorin das Drehbuch "JUMP" schuf. Die Filmproduktionsfirma Paradigma Entertainment konzipierte daraus einen fünfzehnminütigen Spielfilm. Die Rollen wurden teilweise von professionellen SchauspielerInnen und teilweise von SchülerInnen übernommen. Diese trugen zudem wesentlich zu Ausstattung, Musik und zum Dreh des Films bei. Mit Unterstützung des Bayerischen Seminars für Politik e.V (Gesamtleitung des Projekts), des Pädagogischen Instituts, München, sowie einer Vielzahl von weiteren Förderern konnte das Vorhaben realisiert werden.

 

Die Zielsetzung von JUMP

JUMP! Das Ziel der Filmemacher ist es, Mitgefühl und Verständnis zu wecken (für die Opfer und manche Täter), sowie Diskussionen und Nachdenken auszulösen. Um die Thematik deutlich zu machen, wird bewusst mit harten Klischees gearbeitet (sie werden aber immer wieder durchbrochen). Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Gruppendruck und Milieu, Mitläufertum und Drahtziehern. Letztlich geht es um Zivilcourage und die Frage: Gelingt es, den Teufelskreis aus eigener Gewalterfahrung und Gewaltausübung zu durchbrechen? Der Film bietet nicht die Lösung, er will Jugendliche zu selbständigem Nachdenken über eigene und fremde Vorurteile, Ängste und Feindbilder anregen. Jugendliche sollen eigene Lösungen suchen. So will der Film dazu beitragen, den Boden für ein Hineinwachsen in eine zivile Gesellschaft zu bereiten, in der die Akzeptanz des "Anders-Seins" ebenso selbstverständlich wird wie die gewaltfreie Verständigung mit dem "Fremden".

Zum Einsatz von JUMP

Die CD bzw. das Video besteht aus zwei Teilen: dem Film (ca 20 Minuten) folgen nach einer kurzen Pause Interviews (ca. 5 Minuten) mit einigen Darstellern. Die Interviews sind für die pädagogische Arbeit ebenso wichtig wie die beiliegenden Arbeits- und Hinweisblätter, die wir hier zusammen mit dem Flyer zum Film zum Download zur Verfügung stellen:

Arbeits- und Hinweisblätter (PDF, 47KB)

Bezugsquelle:
Bayerisches Seminar für Politik e.V.
Oberanger 38/1
80331 München
Tel.: 089-260-9006
Fax: 089-260-9007
E-Mail: bsp@baysem.de
Web: Online-Bestellung

Infos auch bei der Produktionsfirma Paradigma Entertainment.

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